Selçuk Universität (Türkei)
Die 1908 in Konya gegründete Selçuk-Universität zählt zu den umfassendsten Hochschulen der Türkei. Mit über 70.000 Studierenden und mehr als 4.000 wissenschaftlichen Mitarbeitenden bietet sie Studiengänge in den Bereichen Sozialwissenschaften, Pädagogik, Gesundheitswesen und Ingenieurwesen an. Die Universität zeichnet sich durch ihr Engagement für akademische Exzellenz, Internationalisierung und gesellschaftlich orientierte Forschung aus.
Durch ihre zahlreichen Fakultäten und Forschungszentren spielt die Selçuk-Universität eine zentrale Rolle bei der Förderung des lebenslangen Lernens und sozialer Innovation in der Türkei. Ihre Mission betont Chancengleichheit in der Bildung, nachhaltige Entwicklung und aktives Bürgerengagement. Die Universität kooperiert regelmäßig mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen und verbindet Theorie und Praxis.
Als anerkannter Akteur in Erasmus+, Horizon Europe und nationalen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen verfügt die Universität über umfangreiche Erfahrung in der Modernisierung des Bildungswesens, der digitalen Transformation und der Förderung von Inklusion. Die Infrastruktur der Selçuk-Universität unterstützt großangelegte europäische Partnerschaften, und ihre akademischen Teams verfügen über interdisziplinäre Expertise in Erwachsenenbildung, Psychologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften. Dank ihrer Kultur der Zusammenarbeit und Innovation leistet die Selçuk-Universität einen wirksamen Beitrag zu den europäischen Bildungs- und Sozialzielen.
Compass – Beratung, Begleitung und Training Gemeinnützige GmbH (Österreich)
Die Compass GmbH ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Graz, Österreich, die sich der Erwachsenenbildung, dem Mentoring und der persönlichen Weiterentwicklung widmet. Seit ihrer Gründung setzt sich Compass für die soziale Integration, die Beschäftigungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Erwachsenen ein, insbesondere von benachteiligten und marginalisierten Gruppen.
Die Philosophie der Organisation basiert auf Empowerment durch Selbstwahrnehmung und angeleitetes Lernen. Compass entwickelt innovative Trainings- und Beratungsmodelle, die emotionale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit und Motivation fördern. Die Trainer, Mentoren und Psychologen von Compass verfügen über Erfahrung in der Gestaltung personalisierter Lernwege, die auf die individuellen Bedürfnisse eingehen.
Compass kooperiert mit regionalen und europäischen Netzwerken in den Bereichen Bildung, soziale Inklusion und Migration. Die Organisation hat zahlreiche Erasmus+-Projekte koordiniert und daran teilgenommen und dabei offene Bildungsressourcen und Mentoring-Methoden für Erwachsenenbildner entwickelt. Durch ihren ganzheitlichen und menschenzentrierten Ansatz hat sich Compass in Österreich zu einer Referenzinstitution für inklusive und psychologische Ansätze in der Erwachsenenbildung entwickelt.
San Giuseppe ONLUS (Italien)
San Giuseppe ONLUS ist eine traditionsreiche, gemeinnützige Nichtregierungsorganisation in Süditalien. Sie ist Teil des Caritas-Netzwerks und dient als Gemeindezentrum, das gefährdeten Bevölkerungsgruppen Bildungs-, Sozial- und psychologische Unterstützung bietet. Die Organisation orientiert sich an den Werten Solidarität, Würde und Inklusion und ist fest in der lokalen Gemeinschaft verankert.
Ihre Aktivitäten umfassen die Unterstützung von Frauen, Migrant*innen, Jugendlichen und Familien durch außerschulische Bildung, Freiwilligenarbeit und die Stärkung der Gemeinschaft. San Giuseppe ONLUS führt vielfältige Programme zur Armutsbekämpfung, zum interkulturellen Dialog und zur Förderung von Chancengleichheit durch.
Im Laufe der Jahre hat die Organisation enge Partnerschaften mit lokalen Institutionen, Kommunen und internationalen Organisationen aufgebaut und ist dadurch ein aktives Mitglied des europäischen Netzwerks der Zivilgesellschaft. Ihr Team besteht aus Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen, die gemeinsam transformative Bildungserfahrungen schaffen, die sowohl die persönliche Entwicklung als auch das gesellschaftliche Engagement fördern. Die Organisation genießt hohes Ansehen für ihre Fähigkeit, soziale Arbeit mit innovativer Bildung zu verbinden.
Amadora Inovation EM Unipessoal LDA (Portugal)
Amadora Innovation (AINOVA) ist eine kommunale Einrichtung der Stadt Amadora bei Lissabon, die Innovation, Bildung und soziale Entwicklung fördert. Sie fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen der lokalen Verwaltung, Bildungseinrichtungen und der Bevölkerung. AINOVA konzipiert und realisiert Projekte, die Unternehmertum, lebenslanges Lernen und digitale Inklusion fördern und so zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen.
Die Organisation ist maßgeblich an der Bildungsplanung und der Entwicklung lokaler Strategien beteiligt und arbeitet eng mit Schulen, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Sie koordiniert Initiativen, die Schulabbrüche reduzieren, die Beteiligung junger Menschen fördern und die Erwachsenenbildung durch innovative Weiterbildungsmodelle unterstützen.
Das Team von AINOVA vereint Expertise aus Bereichen wie Bildungsmanagement, urbaner Innovation und Sozialunternehmertum. Dank ihrer multidisziplinären Struktur kann sie politische Ideen in konkrete, bürgernahe Programme umsetzen. Als kommunales Innovationszentrum bildet AINOVA eine Brücke zwischen lokalen Behörden und europäischen Kooperationsnetzwerken und ist damit ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung inklusiver Bildungs- und Beschäftigungspolitiken in Portugal.
Öffentliches Bildungszentrum Meram und Abendkunstschule
Das Meram Public Education Center und die Abendkunstschule sind eine öffentliche Einrichtung, die dem türkischen Ministerium für Nationale Bildung, Generaldirektion für Lebenslanges Lernen, untersteht. Das Zentrum wurde 1962 als Zentrale Direktion für Öffentliche Bildung Konya gegründet und 1988, nach der Erhebung Konyas zur Metropole, umbenannt. Seit über sechzig Jahren ist es ein Eckpfeiler der Erwachsenen- und Weiterbildung in der Region.
Die Mission der Einrichtung ist es, lebenslanges Lernen für alle zugänglich zu machen und Lernmöglichkeiten zu bieten, die sowohl die persönliche als auch die berufliche Entwicklung fördern. Es bietet Aus- und Weiterbildung in 72 Programmbereichen an und kann über 2.700 verschiedene Kurse organisieren (darunter Berufsausbildungen, digitale, kulturelle, künstlerische und Alphabetisierungsprogramme). Diese Aktivitäten zielen darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern, Inklusion zu fördern und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Die Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, lebenslanges Lernen für alle zugänglich zu machen und Lernmöglichkeiten zu schaffen, die sowohl die persönliche als auch die berufliche Entwicklung unterstützen. Das Zentrum verfügt über eine dynamische Struktur mit einem Direktor, vier stellvertretenden Direktoren, einem Buchhalter, 24 hauptberuflichen Lehrkräften (davon 14 befristet), sechs Verwaltungsangestellten (davon vier befristet), vier Servicekräften, einer festangestellten Mitarbeiterin und rund 154 nebenberuflichen Ausbildern. Hinzu kommen externe Experten für spezifische Kurse. Jährlich profitieren 30.000 bis 40.000 Lernende von den Bildungsangeboten der Einrichtung.
In den letzten Jahren hat das Zentrum einen besonderen Fokus auf junge Menschen und Frauen gelegt, die sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung befinden (NEETs). Durch gezielte außerschulische Lernprogramme, Mentoring und praxisorientierte Workshops unterstützt es NEETs dabei, ihr Selbstvertrauen zu stärken, neue berufliche Kompetenzen zu erwerben und wieder Anschluss an Bildung und Arbeitsmarkt zu finden. Die Erfahrung der Einrichtung in der aufsuchenden und inklusiven Bildung macht sie besonders effektiv darin, benachteiligte Lernende zu erreichen, die mit sozialen oder emotionalen Barrieren konfrontiert sind. Das Meram Public Education Center genießt in der Region Anerkennung für seinen integrativen Ansatz und seine Fähigkeit, Brücken zwischen Bildung, Beruf und Gemeinwesen zu schlagen. Mit seinen erfahrenen Mitarbeitern, dem breiten Kursangebot und dem starken lokalen Netzwerk leistet es einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Menschen, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind – insbesondere junge Frauen –, um ihnen Selbstvertrauen zu vermitteln, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und sie aktiv am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.
Konsortiumscharakter
Das MAYA-Konsortium steht für eine ausgewogene Zusammenarbeit von Universitäten, öffentlichen Bildungseinrichtungen, gemeinnützigen Organisationen und Kommunen. Jede Institution bringt ihre einzigartige Expertise, komplementäre Stärken und etablierte Netzwerke ein. Gemeinsam verkörpern sie das europäische Engagement für lebenslanges Lernen, Geschlechtergleichstellung und die Stärkung junger Frauen.
Diese Partnerschaft vereint akademische Forschung, praktische Erfahrung und institutionelle Kompetenz in der Politikgestaltung und gewährleistet so, dass die Projektergebnisse sowohl wissenschaftlich fundiert als auch gesellschaftlich relevant sind. Die Vielfalt der Kontexte – von der Türkei über Österreich und Italien bis nach Portugal – erweitert die Perspektiven des Projekts und stärkt seinen transnationalen Wert.
